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Das leidige Thema "die Rettungsweste"
Jedes Jahr zum Saisonbeginn ist es immer wieder ein Thema: "Das für und wieder mit der Rettungsweste..."

Ist es sinnvoll auf einem Sportboot eine Rettungsweste zu tragen? Ich sage ja!
Aber reicht die Rettungsweste allein? NEIN!

Stellen wir mal einen anschaulichen Vergleich dar:

Nehmen wir mal an Sie beauftragen einen Fensterputzer für die Fenster in ihrem Frankfurter Hochhaus, welche Sicherungsmittel geben Sie ihm für diese Aufgabe?

Einen Fallschirm oder einen Sicherungsgurt? Keine Frage, oder?

Sehen Sie so einfach sind manche Dinge im Leben. Sorgen Sie für Sicherheit "an" Bord und nicht ausschließlich für Sicherheit "im" Wasser. Sie glauben gar nicht wie schnell Sie trotz Rettungsweste um´s Leben kommen können. Beispiele hierfür finden sich jedes Jahr auf´s neue!

Auch hierfür ein Vorzeigebeispiel:

Auf einer Segelyacht ist bei schlechtem Wetter, starkem Seegang bei Windstärke 9-10, eine Person beim Wachgang über Bord gegangen. 15 Minuten nach dem Vorfall wurden die ersten Rettungsmaßnahmen eingeleitet. Trotz sofortiger Alarmierung des Rettungsdienstes (SAR) wurde das Crewmitglied nicht wieder aufgefunden.

4 Wochen später wurde der Leichnam des Betroffenen mit funktionsfähiger Rettungsweste an der dänischen Küste angespült, die Obduktion ergab "Tod durch ertrinken und Unterkühlung".

Wie konnte das passieren?
Der Überbordgegangene fiel in die ca. 17° kalte Ostsee, beim Überbordgehen löste die Rettungsweste (Automatikweste) vorschriftsmäßig aus.
Durch die schlechten Wetterbedingungen und die durch den Wind enstandene Gischt auf dem Wasser, hat der Mensch im Wasser bei jedem Atemzug eine kleine Menge Wasser aufgenommen und ist somit langsam aber sicher ertrunken. Zudem hat die zunehmende Entkräftung durch das kalte Wasser dafür gesorgt das dieser Ablauf beschleunigt wurde.

Wie hätte das vermieden werden können?
Mit ganz einfachen Mitteln: Sicherungsgurt und Sorgleine an Bord und der sichere Umgang damit.


Noch ein Beispiel für die Sorglosigkeit einiger Mitmenschen:

Sie bringen am Morgen ihre Kinder zum Schulbus, der Fahrer macht einen unausgeschlafenen Eindruck und die Reifen sind abgefahren. Lassen Sie ihre Kinder trotzdem einsteigen....??....
Also warum sorgen Sie nicht durch regelmäßige fachmännische Wartung dafür, dass ihr Boot Topp in Schuss ist?

Sie lassen jährlich im Oktober die Winterreifen auf das Auto montieren, auch wenn Sie nur gelegentlich damit fahren. Das ist doch auch viel sicherer, oder....??....
Warum haben Sie dann auf ihrem Boot keinen Verbandkasten, keine Notfallmittel, kein Bordwerkzeug und eine Mindestausrüstung an Ersatzteilen, und der Reservekanister muss doch im Auto bleiben, damit Sie noch zur nächsten Tankstelle kommen falls das Tanken mal vergessen wurde.


Sie sehen, ein bischen Nachdenken und reale Vergleiche mit dem täglichen Leben, helfen ihnen auch beim Freizeitvergnügen mit dem Boot. Nur die Umsetzung in die Tat müssen Sie noch selbst übernehmen!




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